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Alles nur Fassade?
Das erfolgreiche und sehr ungewöhnliche Duo „Ich und Ich“ landete mit ihrer Single „So soll es bleiben“ vor knapp zwei Monaten auf Platz eins der deutschen Chart. Mit Ende 20 hat der Frontsänger Adel Tawil alles im Leben erreicht was man(n) sich nur wünschen kann. Er hat großen Erfolg, Kohle, eine attraktive und ebenfalls berühme Freundin, ausverkaufte Konzerthallen…
In seinem Song „Stark“ lässt er sehr ehrlich hinter seine Lebenskulisse schauen. Seine Fragen beschäftigen fast Jeden. Wer kennt mich wirklich? Wer sieht hinter meine Maske? Was ist in meinem Leben wirklich echt?
Todessehnsucht
Gestern habe in einer Reportage gehört, dass die Selbstmordrate im vergangenen Jahr einen absoluten Tiefstand erreicht hat. 9402 Menschen haben sich 2007 das Leben genommen. Statistisch gesehen alle 48 Minuten ein Mensch. Ich fand das Wort „Tiefstand“ in diesem Zusammenhang ziemlich fehlplatziert. 9402 Menschen ohne Hoffnung, ohne Perspektive, ohne Mut weiterzuleben, sind 9402 Menschen zu viel.
Vor einigen Tagen erhielt ich eine Mail von einem Mädel die schrieb, dass ein guter Freund von ihr versucht hat sich umzubringen. Einfach so. Ohne Vorwarnung. Vor einem halben Jahr hatte sich ihr Vater das Leben genommen und jetzt der versuchte Selbstmord eines Freundes. Warum, fragte sie mich, wollen sich so viele Menschen umbringen?
Ein anderes Mädel, das ich erst seit wenigen Wochen kenne, beschreibt ihre Gedanken und Gefühle in einem Gedicht:
Keiner merkt, was in mir vorgeht. Jeder lässt sich von meinem Lächeln am Tag täuschen.
Aber abends in meinem Zimmer weine ich und frag mich immer wieder:
Was ist das, warum zerfrisst es mich? Warum spüre ich solchen Schmerz?
Langsam schau ich mich um, erblicke nichts als Leere und Finsternis.
Sieht niemand, wie ich leide, oder wollen sie es gar nicht sehen?
Dem harten Leben nicht mehr standgehalten … die Leere und Lieblosigkeit nicht mehr ertragen bin ich von hier gegangen in der Hoffnung, nie wieder Leben zu müssen!
(Auszüge aus dem Gedicht „Allein“, mit freundlicher Genehmigung von J. – Danke!)
Es gibt keine schnellen und einfachen Antworten. Aber es gibt jemanden, der allen Schmerz der Seele bis ins Letzte versteht. Der nicht wegsieht sondern mitten in die Einsamkeit des Herzens blickt und mehr noch, der jedem Menschen echte Hoffnung geben kann! Der Name dieses „jemand“ ist Jesus Christus. Jesus sagt von sich: „Rufe mich an am Tag der Not, wenn du keinen Ausweg mehr siehst; dann will ich dich retten und du sollst mich ehren.“ (Die Bibel aus Psalm 50 Vers 15) Mehr.
Miris Welt wird 100 !
Eigentlich war ich der festen Überzeugung, dass mir schon nach den ersten 25 Blogeinträgen nichts Sinnvolles mehr einfallen würde. 100 Einträge reichen nicht um große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen aber immerhin habe ich es geschafft mit dem Begriff „Miri´s Welt“ auf Platz eins bei Google zu landen. Ok, zugegeben ist das kein großes Kunststück, aber immerhin. :-)
Ich bin auch auf einige andere kuriose „Miris Welten“ gestoßen und auf so witzige Dinge wie „Miri´s Döner Imbiss“ oder „Miri´s Schnullerbabys“. Nebenbei habe ich dann ganz neue Bedeutungen von meinem Namen entdeckt! Die afrikanische Bedeutung von Miriam ist zum Beispiel: „die Dunkle“ oder die „Ungezähmte“. Auf Arabisch bedeutet es doch tatsächlich: „die Beleibte“ (Frechheit!) oder die „Bittere“. Am Besten gefällt mir aber die armäische Bedeutung: „die von Gott Geliebte“.
Für mich ist das nicht nur eine von vielen „Bedeutungen“ meines Namens sondern eine Tatsache. Die meinem Leben aber echte Bedeutung verleiht, Hoffnung schenkt und Tiefgang gibt.
Wie´s geht denn?
Horror aller Deutschlehrer aber Lieblingsfrage der tamilischen Arbeitskollegin meiner Schwester. Die beiden arbeiteten einige Jahre zusammen bei einem Kinderarzt und egal, ob eine besorgte Mutter anrief, ein aufgebrachter Vater in der Praxis stand oder man sie unterwegs in der Stadt traf, ihre freundliche Frage war immer dieselbe: Wie´s geht denn?
Vermutlich gibt es nur wenig andere Fragen, deren Antwort man eigentlich gar nicht hören will. „Wie geht´s denn?“ ist zum höflichen Gesprächseinstieg geworden und wird (auch in korrektem Deutsch erfragt) meistens nur vom ebenso höflich aber unkonkreten „geht so!“ beantwortet. In der Regel interessiert es nämlich nicht, wie es dem anderen geht. Und deshalb gibt man sich auch nicht die Mühe aufrichtig zu antworten.
Und trotzdem weiß jeder, wie gut es tut, wenn jemand an unserer Antwort auf die „wie geht´s?“ Frage aufrichtig interessiert ist.